Dienstag, 26. Januar 2016

Marketerie Chinoiserie Motiv 2 Teil I

Ich arbeite momentan an der zweiten Nachttischplatte und bin schon gut vorangekommen. Als Grundplatte habe ich wieder ein Nußbaumfurnier gewählt und für das Motiv die gleichen Hölzer wie für Platte eins.
Ich arbeite gar nicht mit so vielen unterschiedlichen Hölzern. Wenn ich das Whitewood für die Vegetation und Ahorn für Gesicht und Hände abziehe, bleiben nur noch vier Furnierblätter für die Gestaltung der Kleidung und Accessoires übrig. Eigentlich überschaubar. Aber trotzdem muß ich immer auf das bereits fertige Motiv schauen, um zu überprüfen, ob ich die hellen und dunklen Partien ausgewogen und farblich passend gestalte. Manchmal möchte ich einen Schatten zu dunkel ausarbeiten, aber dann im Vergleich mit der anderen Platte sehe ich, daß ich doch besser eine hellere Stelle aus dem entsprechendem Furnier wählen sollte.

Die erste Platte konnte ich freier und mehr nach Gefühl arbeiten. Es kommt mir so vor, daß die zweite Platte länger dauert. Ich kann mich aber auch irren...


Freitag, 22. Januar 2016

Alphabet Quilt blau weiß

Ich hatte mal vor langer Zeit in London ein Stoffpaket gekauft, das aus lauter maritimen Mustern bestand. Es waren immer nur kleine Stücke, vielleicht jeweils maximal 40x40 cm groß. Ich fand diese Drucke gleich so wunderschön, trotzdem lagen sie lange im Schrank, denn ich wußte nie so recht, wie ich das komplette Stoffpaket verwende, damit diese Einheit erkennbar ist. Bei einer Kosmetiktasche o.ä. wäre der maritime Look aller Drucke nie so dominant gewesen. Und dann hatte ich die Idee: eine Patchworkdecke mit einem Tier-Alphabet:

Jedes Quadrat wird später 20x20 cm groß. Ich habe immer abwechselnd einen helleren und einen dunkleren Blauton angeordnet. Auf den dunklen Drucken sind die Buchstaben aus hellblauen Vichykaro und umgedreht ein dunkelblaues Vichykaro für die helleren Quadrate.

Die Stoffe der Tiere sind identisch mit den Stoffquadraten, allerdings immer abgestimmt auf die unterschiedlichen Blautöne. Das Austüfteln der ganzen Farbrange hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Aber noch länger dauerte die Vorbereitungszeit bevor überhaupt irgendetwas genäht war: zuerst die Buchstaben am PC auswählen, auf Papier ausdrucken, auf dicke Pappe kleben und dann ausschneiden. Und das Gleiche von vorn für alle Tiere.

quilt blue white red animal alphabet
Bis jetzt sind alle Buchstaben und Tiere nur mit Vlisofix auf die Basisquadrate gebügelt. Wird die fertige Decke jedoch später zum Schlafen, Kuscheln...genutzt, dann reicht mir das an Festigkeit nicht aus, deshalb steppe ich alle Applikationen mit einem kleinen engen Zickzackstich zusätzlich fest. Und damit bin ich für die nächste Zeit beschäftigt.


Da dieses Design eher für Jungs ist, habe ich bereits eine "Mädchen-Variante" in rose-grün zugeschnitten, zumindest die Basisquadrate. Aber bis ich die Decke nähen werde, dauert es noch eine Weile....

Sonntag, 3. Januar 2016

Federn gold färben

Federn gold färben

Ich habe in anderen Blogs gelesen, wie man Federn mit Goldfarbe bemalt bzw. nur die Spitzen färbt. Da ich einen ganzen Berg Hühnerfedern hatte, die zwar nicht direkt häßlich, aber auch nicht überwältigend schön waren, dachte ich mir, daß die auch etwas Goldfarbe vertragen könnten. Falls es nicht klappt oder seltsam aussieht, wäre es nicht so schlimm und kein großer Verlust.

Den Anfang machte also ein Berg natürlicher Hühnerfedern:


Die Beiträge der anderen Bloggerinnen bezogen sich meist eher auf das Spitzen färben, aber das Resultat mochte ich nicht so. Ich wollte eher über die ganze Feder eine Art Goldschleier - einen Hauch, nicht zu regelmäßig. Mit einem in Goldfarbe getunkten Pinsel strich ich in raschen Strichen beliebig oft und in zufälliger Richtung über die Feder. Etwa so:
gold painted feathers

Der direkte Vergleich, links gestrichen und rechts die Spitzen getaucht:
 

Wenn die Federn nur etwas Farbe bekommen, sind sie nicht so steif und sehen auch nicht so unnatürlich aus. Gut, so weich wie im Originalzustand sind sie jetzt auch nicht mehr. Aber eben nicht so starr. Wenn die Sonne draufscheint, schimmern sie wundervoll im Licht:
Feder gold färben

Vielleicht probiere ich noch eine Variante mit Goldstaub. Solange die Farbe noch nicht getrocknet ist, einfach etwas Goldflitter darüber streuen.
So, und was mache ich nun mit all den goldenen Federn? Ich werde sie auf ein schmales Band kleben, daß ich eine Art Bordüre erhalte. Ich könnte mir vorstellen, daß ich die Federborte dann als Verzierung für einen Kissenbezug verwende...